Das niederländische Wasserstoffunternehmen HyCC hat gemeinsam mit dem deutschen Gaskonzern VNG AG das Projekt „GreenRoot“ für die Entwicklung einer Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren Energien im industriellen Maßstab ins Leben gerufen, um Unternehmen in Mitteldeutschland bei der Senkung ihrer CO2-Emissionen zu helfen. Die beiden Unternehmen unterzeichneten hierfür eine entsprechende Absichtserklärung.
Zunächst werden die Unternehmen mit der Durchführung einer Studie über die technische Machbarkeit und das Potenzial der Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zur Dekarbonisierung der Industrie in Mitteldeutschland beginnen. Ziel ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren ein oder mehrere Elektrolyseprojekte im industriellen Maßstab zu entwickeln.
„Grüner“ Wasserstoff wird mit Elektrizität aus erneuerbaren Energien und Wasser in einem Elektrolyseverfahren hergestellt. Wasserstoff spielt für die Erreichung der deutschen und europäischen Klimaziele eine entscheidende Rolle, da er deutlich geringere CO2-Emissionen als herkömmliche Verfahren vorzuweisen hat und zur Herstellung von Materialien wie Stahl, Flugzeug-Kraftstoffen sowie wichtigen Chemikalien und Rohstoffen verwendet werden kann. Mitteldeutschland ist ein bedeutender Chemiestandort und damit ein potenziell wichtiger Markt für Wasserstoff aus erneuerbaren Energien.
Stijn van Els, CEO von HyCC, verweist auf die lange industrielle Tradition Mitteldeutschlands und sieht in der Region gute Voraussetzungen für die Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Wasserstoffwirtschaft. Durch die Kombination der Elektrolyse-Expertise von HyCC mit der Erfahrung der VNG AG bei der Energieversorgung soll die Industrie bei ihrer Transformation hin zu zukunftsfähigen und ressourcenschonenden Produktionsprozessen unterstützt werden. Dabei wird Wasserstoff aus erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle für die künftige industrielle Entwicklung zugeschrieben.
Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, bewertet die Zusammenarbeit mit HyCC als wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Wasserstoffwirtschaft. Aus seiner Sicht kommt Wasserstoff aus erneuerbaren Energien als Energieträger eine wesentliche Bedeutung für die Transformation des Energiesystems und die Dekarbonisierung industrieller Prozesse zu. Projekte wie dieses könnten dazu beitragen, den Markthochlauf von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zu unterstützen und Lösungen im industriellen Maßstab voranzubringen. Zudem hebt er die Bedeutung Mitteldeutschlands als geeigneten Standort für entsprechende Vorhaben hervor. Das Projekt wird von VNG als weiterer Schritt im Transformationsprozess hin zu dekarbonisierten Gasen eingeordnet.